AINMO: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki-Langen
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Galerie)
(Info)
 
(16 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 7: Zeile 7:
  
 
* 2012  Die Anwohnerinitiative zählt auf ihrer '''Unterstützerliste''' über 300 Unterschriften.
 
* 2012  Die Anwohnerinitiative zählt auf ihrer '''Unterstützerliste''' über 300 Unterschriften.
* Oktober 2016 Der Bebauungsplan Nr. 17.I.1 EKZ Langen-Oberlinden, incl. '''Städtebaulicher Vertrag''' mit Bauverpflichtung und Fristen nach § 7, <br/> wurde von den Stadtverordneten der Stadt Langen beschlossen. Inkrafttreten des B.-Plan: 07.04.2017.
+
* Oktober 2016 Der Bebauungsplan Nr. 17.I.1 EKZ Langen-Oberlinden, incl. '''Städtebaulicher Vertrag mit Bauverpflichtung und Fristen''' nach § 7 (https://ris.geocms.com/langen/ris/download/anlage/id/15565,52), wurde von den Stadtverordneten der Stadt Langen beschlossen. <br/> Inkrafttreten des B.-Plan: 07.04.2017.
 +
* 23. November 2017 bis Ende April 2018 / Einkaufshalle wird Mekka für Kreative.
 
* 2018 Das '''Gebäude der Sparkasse''' wurde an einen lokalen Bauträger, die Firma Salco veräußert.  
 
* 2018 Das '''Gebäude der Sparkasse''' wurde an einen lokalen Bauträger, die Firma Salco veräußert.  
 
* 2019 Im Atrium des EKZ werden die 2 Bäume gefällt ('''Robinie und Laubbaum'''). <br/><br/>
 
* 2019 Im Atrium des EKZ werden die 2 Bäume gefällt ('''Robinie und Laubbaum'''). <br/><br/>
Zeile 44: Zeile 45:
  
 
== Galerie/Langener Salon ==
 
== Galerie/Langener Salon ==
 +
 +
* 2017 Artikel / Frankfurter Neue Presse am 10.11.2017
 +
 +
'''EHEMALIGES EINKAUFSZENTRUM OBERLINDEN''': Dornröschenschlaf hat ein Ende.
 +
Schon vor dem ersten Advent, nämlich am 23. November 2017, sollen sich im ehemaligen Supermarkt in Oberlinden wieder die Türen öffnen. Allerdings wird der Ort, wo einst Lebensmittel und Getränke verkauft wurden, zum Galerieraum. Und damit fangen die Veränderungen erst an.
 +
Eine Kneipe, ein Friseur, ein Gemischtwarenlädchen, eine Zweigstelle der Sparkasse und der Seniorentreffpunkt – das sind die traurigen Überbleibsel im Einkaufszentrum Oberlinden. Doch bald bekommt das verlassen wirkende Gebäude durch die Kunst neues Leben eingehaucht.
 +
2010 schloss der Supermarkt seine Tore, aber dieser Tage geht es im Inneren wieder sehr geschäftig zu: Große Stellwände werden aufgebaut, Stromkabel und Lampen sind durch die Glasfront zu erkennen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn bereits am 23. November muss alles für das kreative Großvorhaben „Kunsträume Oberlinden“ des städtischen Fachdienstes Kultur und Sport fertig sein.<br/>
 +
 +
'''Es ist Leerstandsmanagement par excellence''': Der Frankfurter Investor und Eigentümer Kambiz Ghaliai stellt der Stadt die verfügbaren Ladenflächen zur Zwischennutzung zur Verfügung, bevor im nächsten Jahr die Bagger anrollen sollen. Denn das in den 1960er Jahren entstandene Einkaufszentrum soll künftig von Grund auf umgebaut, modernisiert und aufgestockt werden. <br/>
 +
 +
'''Einzelhandel, Arztpraxen und Gastronomie seien ebenso geplant wie ein attraktiver Innenhof und teilweise barrierefreier Wohnungsbau'''. <br/> 60 Prozent der Erdgeschossfläche sind für eine gewerbliche Nutzung bestimmt und der Bebauungsplan von der Stadtverordnetenversammlung bereits beschlossen. Bis es aber so weit ist, hält Kunst und Kultur Einzug im ehemaligen Einkaufszentrum. Drei Ausstellungen werden bis Ende April 2018 in den außergewöhnlichen Räumen zu sehen sein. <br/>
 +
 +
Den Auftakt macht der vierte Teil der erfolgreichen Reihe „Langener Salon der Kunst“, für den der Supermarkt zur Galerie wird. Anschließend zeigen Langener Fotografen ihre Bilder in den Räumen des Carrés am Farnweg, bevor die Veranstaltungstrilogie mit der Ausstellung „TypIsch“ mit Porträts und Texten über die Einzelhändler der Sterzbachstadt ihren Abschluss findet. „Die Gelegenheit, eine solche Veranstaltung in diesem besonderem Ambiente zu organisieren, war einmalig“, erklärt Joachim Kolbe Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport und Ideengeber für die Kunstaktion.<br/>
 +
 +
Auch das Einkaufzentrum profitiert von der Aufmerksamkeit: „'''Das Ensemble wird im Stadtgedächtnis wiedererweckt'''“, so Kolbe und Bürgermeister Frieder Gebhardt ergänzt: „Mit dem Projekt können wir das Grundstück zumindest vorübergehend aus dem Dornröschenschlaf holen.“
 +
Ein Vorhaben, das in der Bahnstraße nie erfolgreich umgesetzt werden konnte, aber vielleicht jetzt als Vorreiter für gelungenes Leerstandsmanagement in Langen Schule macht. Den Verwaltungschef dürfte besonders freuen, dass diese Bereicherung der örtlichen Kunstszene den Stadtsäckel kaum belastet. Eigentümer Ghaliai stellt seine Räumlichkeiten für den viermonatigen Veranstaltungszeitraum kostenfrei zu Verfügung. Und für die Ausstellungen beteiligen sich sogar alle teilnehmenden Künstler an den Kosten. Die versprechen übrigens ein breites Kunstspektrum unterschiedlichster Stile und Formate abzudecken. Neugierige gibt es schon jetzt reichlich, die die Vorbereitungen im Supermarkt beobachten. Kein Wunder, schließlich ist ein Ort, wo einst Lebensmittel und Getränke verkauft wurden, äußerst ungewöhnlich als Galerieraum. Vor allem dürfte die Oberlindener aber interessieren, was sich in ihrem Stadtteil und insbesondere in dem ehemaligen Einkaufszentrum regt. Denn dessen Zukunft lag schließlich lange genug im Dunkeln. <br/>
 +
 +
 
<gallery>
 
<gallery>
 
   Datei:2017 Ehemaliges Einkaufszentrum Oberlinden wird Mekka für Kreative.png | 2017 Stadtteilzentrum Oberlinden wird Mekka für Kreative
 
   Datei:2017 Ehemaliges Einkaufszentrum Oberlinden wird Mekka für Kreative.png | 2017 Stadtteilzentrum Oberlinden wird Mekka für Kreative

Aktuelle Version vom 9. November 2019, 00:05 Uhr

Info

AINMO - Anwohnerinitiative NEUE MITTE OBERLINDEN

  • Gegen Ende des Jahres 2010 war der lokalen Presse zu entnehmen, dass der neue Eigentümer (ein „Investor“ wohnhaft in Bad Homburg) des Ladenzentrums in Oberlinden dort erhebliche und für den Charakter des Wohngebietes gravierende Baumaßnahmen plane. Weitere Einzelheiten, wie z.B. die bauliche Erweiterung des künftigen Wohnblocks in nördliche Richtung, der Wegfall zahlreicher Parkplätze und die lt. Vorentwurf geplante Privatisierung von Flächen des Wendehammers im Farnweg, und im Anemonenweg für Mietergärten weckten bei der Anwohnerschaft erhebliche Zweifel an der Gesamtkonzeption.

  • In einer Anwohnerversammlung im Evangelischen Gemeindesaal am 08. April 2011, an der über 100 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, wurde eine Anwohnerinitiative mit über 70 Unterstützern ins Leben gerufen. An der Veranstaltung hatten Vertreter und Vorsitzende fast aller Fraktionen im Rathaus teilgenommen. Die von der Versammlung gewählten Sprecher der Anwohnerinitiative, Herr Lothar Volkert, Herr Dr. Alexander Hertle, Herr Ulrich Helm und Herr Christof Brust wurden danach zunächst von der Stadtverwaltung Langen zu einem ersten Dreiergespräch mit dem Investor eingeladen um die weitere Vorgehensweise zu erörtern. Dieses war zugleich der Startschuss auch zur Web-Site: http://www.anwohnerinitiative-oberlinden.de.

  • 2012 Die Anwohnerinitiative zählt auf ihrer Unterstützerliste über 300 Unterschriften.
  • Oktober 2016 Der Bebauungsplan Nr. 17.I.1 EKZ Langen-Oberlinden, incl. Städtebaulicher Vertrag mit Bauverpflichtung und Fristen nach § 7 (https://ris.geocms.com/langen/ris/download/anlage/id/15565,52), wurde von den Stadtverordneten der Stadt Langen beschlossen.
    Inkrafttreten des B.-Plan: 07.04.2017.
  • 23. November 2017 bis Ende April 2018 / Einkaufshalle wird Mekka für Kreative.
  • 2018 Das Gebäude der Sparkasse wurde an einen lokalen Bauträger, die Firma Salco veräußert.
  • 2019 Im Atrium des EKZ werden die 2 Bäume gefällt (Robinie und Laubbaum).

Galerie



Galerie/Stadtradeln



Galerie/Langener Salon

  • 2017 Artikel / Frankfurter Neue Presse am 10.11.2017

EHEMALIGES EINKAUFSZENTRUM OBERLINDEN: Dornröschenschlaf hat ein Ende. Schon vor dem ersten Advent, nämlich am 23. November 2017, sollen sich im ehemaligen Supermarkt in Oberlinden wieder die Türen öffnen. Allerdings wird der Ort, wo einst Lebensmittel und Getränke verkauft wurden, zum Galerieraum. Und damit fangen die Veränderungen erst an. Eine Kneipe, ein Friseur, ein Gemischtwarenlädchen, eine Zweigstelle der Sparkasse und der Seniorentreffpunkt – das sind die traurigen Überbleibsel im Einkaufszentrum Oberlinden. Doch bald bekommt das verlassen wirkende Gebäude durch die Kunst neues Leben eingehaucht. 2010 schloss der Supermarkt seine Tore, aber dieser Tage geht es im Inneren wieder sehr geschäftig zu: Große Stellwände werden aufgebaut, Stromkabel und Lampen sind durch die Glasfront zu erkennen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn bereits am 23. November muss alles für das kreative Großvorhaben „Kunsträume Oberlinden“ des städtischen Fachdienstes Kultur und Sport fertig sein.

Es ist Leerstandsmanagement par excellence: Der Frankfurter Investor und Eigentümer Kambiz Ghaliai stellt der Stadt die verfügbaren Ladenflächen zur Zwischennutzung zur Verfügung, bevor im nächsten Jahr die Bagger anrollen sollen. Denn das in den 1960er Jahren entstandene Einkaufszentrum soll künftig von Grund auf umgebaut, modernisiert und aufgestockt werden.

Einzelhandel, Arztpraxen und Gastronomie seien ebenso geplant wie ein attraktiver Innenhof und teilweise barrierefreier Wohnungsbau.
60 Prozent der Erdgeschossfläche sind für eine gewerbliche Nutzung bestimmt und der Bebauungsplan von der Stadtverordnetenversammlung bereits beschlossen. Bis es aber so weit ist, hält Kunst und Kultur Einzug im ehemaligen Einkaufszentrum. Drei Ausstellungen werden bis Ende April 2018 in den außergewöhnlichen Räumen zu sehen sein.

Den Auftakt macht der vierte Teil der erfolgreichen Reihe „Langener Salon der Kunst“, für den der Supermarkt zur Galerie wird. Anschließend zeigen Langener Fotografen ihre Bilder in den Räumen des Carrés am Farnweg, bevor die Veranstaltungstrilogie mit der Ausstellung „TypIsch“ mit Porträts und Texten über die Einzelhändler der Sterzbachstadt ihren Abschluss findet. „Die Gelegenheit, eine solche Veranstaltung in diesem besonderem Ambiente zu organisieren, war einmalig“, erklärt Joachim Kolbe Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport und Ideengeber für die Kunstaktion.

Auch das Einkaufzentrum profitiert von der Aufmerksamkeit: „Das Ensemble wird im Stadtgedächtnis wiedererweckt“, so Kolbe und Bürgermeister Frieder Gebhardt ergänzt: „Mit dem Projekt können wir das Grundstück zumindest vorübergehend aus dem Dornröschenschlaf holen.“ Ein Vorhaben, das in der Bahnstraße nie erfolgreich umgesetzt werden konnte, aber vielleicht jetzt als Vorreiter für gelungenes Leerstandsmanagement in Langen Schule macht. Den Verwaltungschef dürfte besonders freuen, dass diese Bereicherung der örtlichen Kunstszene den Stadtsäckel kaum belastet. Eigentümer Ghaliai stellt seine Räumlichkeiten für den viermonatigen Veranstaltungszeitraum kostenfrei zu Verfügung. Und für die Ausstellungen beteiligen sich sogar alle teilnehmenden Künstler an den Kosten. Die versprechen übrigens ein breites Kunstspektrum unterschiedlichster Stile und Formate abzudecken. Neugierige gibt es schon jetzt reichlich, die die Vorbereitungen im Supermarkt beobachten. Kein Wunder, schließlich ist ein Ort, wo einst Lebensmittel und Getränke verkauft wurden, äußerst ungewöhnlich als Galerieraum. Vor allem dürfte die Oberlindener aber interessieren, was sich in ihrem Stadtteil und insbesondere in dem ehemaligen Einkaufszentrum regt. Denn dessen Zukunft lag schließlich lange genug im Dunkeln.




siehe auch